Mit einem 2:1-Erfolg in Bad Ischl schrieb die Union Edelweiss Linz erstmals in dieser Meisterschaftssaison der Oberösterreich-Liga mit drei Zählern an – ein kräftiges Lebenszeichen der Landeshauptstädter. Nun will die Kondert-Truppe sinngemäß für weiteren Zuwachs am Punktekonto sorgen. Allerdings wartete mit der Union Raiffeisen Mondsee ein Gegner, der in dieser Spielzeit bereits eine ungemeine Selbstverständlichkeit, ein ungemeines Selbstvertrauen versprüht. Jene Attribute bekam der Kontrahent aus Linz auch am heutigen Abend knallhart zu spüren, mit 4:1 schoss man den Gastgeber aus dessen Stadion.

Dominierende Gäste aus Mondsee

Die Mondseer, die unter der Woche im Landescup noch gegen den UFC Lochen kläglich gescheitert waren, drückten in der Landeshauptstadt von Beginn an gehörig aufs Gaspedal. Man verstand es sogleich, Ball und Gegner laufen zu lassen und den Gastgeber mit einem enorm hohen Tempo bereits in der Anfangsphase nahezu überrumpeln. Die Kondert-Truppe schien sich zu diesem frühen Zeitpunkt der Partie noch nicht wirklich gefunden zu haben, hatte man doch insbesondere in der Zuordnung noch ungemeine Probleme. Ein Umstand, den ein extrem spielfreudig aufgelegter Gast eiskalt zu nutzen wusste und in Minute 16 erstmals in Zählbares ummünzen konnte: Nach einem blitzschnell vorgetragenen Angriff über die rechte Seite kam das Spielgerät überlegt in den Rückraum der Heim-Abwehr, wo Lukas Leitner goldrichtig stand und den Ball eiskalt im Tor versenkte – 1:0. Auch im Anschluss änderte sich kaum etwas an der Charakteristik der Partie, die Mamoser-Schützlinge waren weiterhin im Vormarsch. Mehr oder weniger aus dem Nichts folgte allerdings in der 22. Minute der Ausgleich. Dabei war es ein Abstimmungsproblem in der bisher so stabil agierenden Gäste-Defensive, das dem spekulierenden Florian Sprinzing zum 1:1 verhalf – ein doch zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafter Zwischenstand. Doch auch dieser Treffer sollte den weiteren Spielverlauf kaum beeinflussen. Die Mondseer waren die klar tonangebende, die klar spielbestimmende Mannschaft. Hinzu kam, dass die Gastgeber bereits kurz nach dem Ausgleich ihren Torschützen und wichtige Stütze im Offensivspiel Florian Sprinzing verletzungsbedingt auswechseln mussten. Die Gäste verpassten es dann in jener Phase vor der Halbzeit jedoch, die Gunst der Stunde zu nutzen und die Führung wiederherzustellen – mit einem Remis ging es folglich in die Kabinen.

Reischl und Höltschl schrauben Ergebnis in die Höhe

Ehe Durchgang zwei begonnen hatte, folgte der nächste Rückschlag für die Union Edelweiss: Mit Offensivakteur Robert Pervan konnte der nächste Spieler der Abteilung Attacke die Partie aufgrund einer Verletzung nicht fortsetzen. Die damit nun deutlich verjüngte Kondert-Elf sah sich in weiterer Folge mit einem Kontrahenten konfrontiert, der sogleich nach dem Seitenwechsel jenes Tempo an den Tag legte, das bereits in Halbzeit eins für ungemeine Probleme gesorgt hatte. Mit geschickten Kombinationen gelang es der Mamoser-Truppe immer wieder die Linzer Abwehrreihe auszuhebeln und sich in vielversprechende Einschussmöglichkeiten zu bringen. So auch in Minute 67, als der formstarke Tobias Reischl per hohem Ball ideal auf der rechten Seite in Szene gesetzt wurde, sich das runde Leder perfekt mitnahm, vor dem Gehäuse die Nerven behielt und ins lange Eck einschoss. Die Linzer, die nach einer roten Karte von Pio Pavlovic zudem noch in Unterzahl agieren mussten, fanden in weiterer Folge kein Gegenmittel mehr, dem beständigen Druck des Gastes zu entkommen. Das 3:1 von Thomas Hötschl durch einen präzisen Schuss aus rund vierzehn Metern sorgte rund zehn Minuten vor Schluss für die endgültige Vorentscheidung einer Partie, in der die Landeshauptstädter nicht vom Glück verfolgt waren. Eben erwähnter Akteur war es in der 90. Minute auch, der den 4:1-Endstand per Kopf fixierte und seinen zweiten Treffer an diesem Abend bejubeln konnte.

Stimmen zum Spiel

Lukas Moser (Sportlicher Leiter Union Edelweiss Linz): 

„Mondsee ist eine sehr starke Mannschaft, das 4:1 steht heute für sich. Für uns war es ein gebrauchter Tag, wir haben gleich mehrere Schlüsselspieler verletzungsbedingt austauschen müssen. Das soll die Leistung von Mondsee aber keineswegs schmälern, das war ein verdienter Sieg.“

Christoph Mamoser (Trainer Union Raiffeisen Mondsee):

„Wir waren von Beginn an dominierend und spielbestimmend, sind dann verdient in Führung gegangen. Der Ausgleich kam ein wenig aus dem Nichts. Wir hatten aber weiterhin das Spiel klar unter Kontrolle und haben letztlich sicherlich verdient gewonnen.“

Die Besten: Pauschallob an die gesamte Mannschaft bzw. Lukas Paulik (ZM), Tobias Reischl (RM)

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